Mieterschutzverband OÖ hat für Mitglied € 10.983,56 erstritten!

Geduld und Ausdauer zahlt sich aus!

Herr G. kam mit dem Anliegen zu uns, die Miete seiner ehemaligen Mietwohnung überprüfen zu lassen. Diese erschien ihm zu hoch. Bei einem Nettoquadratmeterpreis von € 9,18 ohne Betriebs- und Heizkosten war sofort klar, dass ein Antrag auf Mietzinsüberprüfung zu stellen ist.

Im Verfahren vor der Mietzinsschlichtungsstelle wurde ein gesetzlich zulässiger Mietzins von € 5,71 netto festgestellt. Die Überzahlung betrug daher € 3,47 pro m² netto/Monat. Das konnten die Vermieter nicht akzeptieren, zumal bereits einmal ein Mietzinsüberprüfungsverfahren über eine im gegenständlichen Gebäude befindliche Wohnung vom Mieterschutzverband geführt wurde, und machten sie deshalb die Angelegenheit beim Bezirksgericht Linz anhängig.

Das Bezirksgericht Linz folgte der Entscheidung der Schlichtungsstelle. Die Versuche der Vermieter, die Entscheidung mit Rekurs und sogar einer Verfassungsbeschwerde zu bekämpfen, wurden von den Gerichten abgeschmettert.

Inklusive Kostenersatz und Zinsen erhielt unser Mitglied über die Mietdauer von vier Jahren einen Betrag iHv € 10.983,56 rückerstattet.

Da der Mieterschutzverband im Gegensatz zu gewissen Prozessfinanzierungsagenturen nicht prozentuell am erstrittenen Betrag beteiligt ist, sondern für die Vertretung nur ein geringer Barauslagenbetrag zu erstatten ist, verblieb nahezu der gesamte Rückzahlungsbetrag bei unserem Mitglied.

Wir freuen uns mit unserem Mitglied über diesen Erfolg!

Mieterschutzverband Oberösterreich handelt Ablöse iHv Euro 20.000,- aus!

Manchmal muss man getrennte Wege gehen

Mieterschutzverband Oberösterreich handelt Ablöse iHv Euro 20.000,- aus!

Unser Mitglied Frau P. wohnte seit mehreren Jahrzehnten in einer Wohnung in einem alten Bauernhaus in Scharnstein. Nachdem der Sohn ihres Vermieters mit seiner Lebensgefährtin das Erdgeschoss gegenständlichen Hauses bezogen hat, begannen die Streitereien und machte der Nachkomme des Vermieters stets Probleme.

In den Jahren darauf folgten mehrere Gerichtsverhandlungen und fühlte sich unser Mitglied in gegenständlichem Bestandobjekt nicht mehr wohl.

Bei einem derart zerrütteten Mietverhältnis stellt die einvernehmliche Auflösung eine sinnvolle Erledigung dar. Wir konnten für unser Mitglied eine Räumungsfrist von einem Jahr und eine Ablösesumme iHv EUR 20.000,- aushandeln. Durch diesen Vergleich war unser Mitglied sichtlich erleichtert und konnte sie nunmehr ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen.

Wie wird es mit unserem Mietrecht weitergehen?

Seit Jahren warten wir nun auf ein neues Mietrechtsgesetz. In jedem Regierungsprogramm werden auch diesbezüglich Vorhaben angekündigt, aber oft gar nicht oder nur teilweise umgesetzt. Mit dem Ende der jetzigen Regierung sind auch die im Regierungsprogramm angedachten Änderungen, die für Mieter und Mieterinnen nicht wirklich von Vorteil waren, weg. Nun heißt es wieder: „Bitte warten“.

Spannend ist aber in dieser Zeit, dass derzeit einige Initativanträge eingebracht wurden, um im Spiel der freien Kräfte vielleicht doch noch die eine oder andere Änderung herbeizuführen. Ich persönlich bezweifle, dass es dazu kommen wird, obwohl darin auch langjährige Forderungen des Mieterschutzverbandes enthalten sind. So wird darin begehrt, den Betriebskostenkatalog des Mietrechtsgesetzes zu entrümpeln und zB. die Grundsteuer oder auch die Hausversicherung herauszunehmen. Diese beiden Positionen betreffen ja ehrlich gesagt direkt die Vermieterseite, warum diese Kosten von der Mieterseite anteilig getragen werden sollen, kann man nicht wirklich nachvollziehen.

Aber wir werden ja sehen, ob es nun doch zu Änderungen kommen wird, die im Regierungsprogramm so nicht gestanden haben.

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.