Mieterschutzverband Oberösterreich handelt Ablöse iHv Euro 20.000,- aus!

Manchmal muss man getrennte Wege gehen

Mieterschutzverband Oberösterreich handelt Ablöse iHv Euro 20.000,- aus!

Unser Mitglied Frau P. wohnte seit mehreren Jahrzehnten in einer Wohnung in einem alten Bauernhaus in Scharnstein. Nachdem der Sohn ihres Vermieters mit seiner Lebensgefährtin das Erdgeschoss gegenständlichen Hauses bezogen hat, begannen die Streitereien und machte der Nachkomme des Vermieters stets Probleme.

In den Jahren darauf folgten mehrere Gerichtsverhandlungen und fühlte sich unser Mitglied in gegenständlichem Bestandobjekt nicht mehr wohl.

Bei einem derart zerrütteten Mietverhältnis stellt die einvernehmliche Auflösung eine sinnvolle Erledigung dar. Wir konnten für unser Mitglied eine Räumungsfrist von einem Jahr und eine Ablösesumme iHv EUR 20.000,- aushandeln. Durch diesen Vergleich war unser Mitglied sichtlich erleichtert und konnte sie nunmehr ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen.

Wie wird es mit unserem Mietrecht weitergehen?

Seit Jahren warten wir nun auf ein neues Mietrechtsgesetz. In jedem Regierungsprogramm werden auch diesbezüglich Vorhaben angekündigt, aber oft gar nicht oder nur teilweise umgesetzt. Mit dem Ende der jetzigen Regierung sind auch die im Regierungsprogramm angedachten Änderungen, die für Mieter und Mieterinnen nicht wirklich von Vorteil waren, weg. Nun heißt es wieder: „Bitte warten“.

Spannend ist aber in dieser Zeit, dass derzeit einige Initativanträge eingebracht wurden, um im Spiel der freien Kräfte vielleicht doch noch die eine oder andere Änderung herbeizuführen. Ich persönlich bezweifle, dass es dazu kommen wird, obwohl darin auch langjährige Forderungen des Mieterschutzverbandes enthalten sind. So wird darin begehrt, den Betriebskostenkatalog des Mietrechtsgesetzes zu entrümpeln und zB. die Grundsteuer oder auch die Hausversicherung herauszunehmen. Diese beiden Positionen betreffen ja ehrlich gesagt direkt die Vermieterseite, warum diese Kosten von der Mieterseite anteilig getragen werden sollen, kann man nicht wirklich nachvollziehen.

Aber wir werden ja sehen, ob es nun doch zu Änderungen kommen wird, die im Regierungsprogramm so nicht gestanden haben.

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.